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Der Spielmannszug wurde im Mai 1952 gegründet. Bereits einen Monat nach der Gründung, am 8. Juni, fand der erste Auftritt beim Fahne-Wegbringen des Schützenvereins Lamberti-Mark statt. Zwei Jahre später wagte man sich mit dem damaligen Tambourmajor Rudi Furch zum Wettstreit nach Laer und Nordhorn.

Im Juli des Jahres 1955 gab Rudi Furch seinen Tambourstab ab und legte ihn in die Hände von Rudolf Alke, der sich seitdem nicht über mangelnde Auftrittsmöglichkeiten beklagen konnte. So spielte der Spielmannszug bei zahlreichen Schützenfesten von Lamberti-Mark, von 1953- 1964 bei den Langenhorster Schützen, seit 1967 beim Schützenverein Oster, in neuerer Zeit sind die Aktiven bei den Waister Junggesellen und beim Schützenverein Brook-Spechtholtshook (Gronau) dabei. Außerdem spielte man des öfteren auf Schützenfesten in Overdinkel und auch nach Horstmar ging es zu der Zeit. Die räumliche Nähe zur Firma M. van Delden blieb auch nicht ohne Folgen. So ergingen Einladungen der Werksfeuerwehr zu Umzügen und Nikolausfeiern an den Spielmannszug.

In den 60er Jahren nahm man an Aktivitäten der Karnevalsgesellschaften des Münsterlandes teil. Als 1970 der Ochtruper Karneval ins Leben gerufen wurde, war man gleich bei der Premiere dabei. Seitdem ist man zu einem festen Bestandteil des Ochtruper Rosenmontagszuges geworden.

1962 trennte man sich im besten Einvernehmen vom Schützenverein Lamberti-Mark, der Spielmannszug wurde selbständig. Eigene Vorstandsarbeit wurde nötig. Die Vorsitzenden des Vereins waren Hermann Otto (1964-1966), Hans Ahlers (1966-1971), Herbert Lindenau (1971-1990), Aloys Hüntemann (1990-1996) und Willi Mai (1996-2004). Seit 2004 ist Martin Zurkuhl Vorsitzender. Die Sommerfeste, die heute zum selbstverständlichen Programm des Zuges gehören, werden bereits seit 1957 im zweijährigen Rhythmus ausgerichtet. Auch die Kinder des Vereins werden nicht vergessen, in jedem Jahr gab und gibt es bis heute für die Kleinsten des Vereins eine Nikolausfeier. Seit 2001 wird beim Sommerfest ein Kinderkönigspaar ermittelt.

1972 stellte der Zug von normalen Spielmannsflöten auf Klappenflöten um und spielt nach Noten. Einstudiert wurden viele Stücke des Vereins durch Ewald Kleine-Katthöfer.

1977 feierte man das erste große Jubiläum. Festwirt war der langjährige Vereinswirt Karl Passlick. Der Tambourmajor Rudi Alke und der erste Vorsitzende Herbert Lindenau konnten viele Gäste begrüßen. Aus Anlass des Jubiläums fand ein großes Königs- und Kaiserschießen statt. Jubelkönig wurde Hans Ahlers, Kaiser wurde Günter op de Bekke. Die Jahre vergingen und man nahm an vielen Wettstreiten teil. Die Pokale, die aus diesen Auftritten resultierten, sind heute im Proberaum des Zuges im Stadtmusikhaus in der Oster zu bewundern.

Mitte der 80er Jahre trat man dem Freundeskreis "De Mönsterländer" bei, ein Zusammenschluss von 15 Spielmannszügen aus dem Münsterland, die 1991 beim Spielmannszug Lamberti zu Gast waren. Das Freundschaftstreffen wurde im Festzelt bei Happens Hof ausgerichtet.

1980 wurde Rudi Alke für sein 25jähriges Tambourmajorsjubiläum geehrt, zwei Jahre später gab der den Stab aus gesundheitlichen Gründen in die Hände von Anton Verheyden. Rudi Alke wurde zum Ehrentambourmajor ernannt. Anton Verheyden führte den Zug fünf Jahre lang. In dieser Zeit gelang es ihm, aufgetretene Personalschwierigkeiten auszuräumen und den Zug durch kontinuierliche Nachwuchsarbeit auf ansehnliche Stärke zu bringen. Dann übergab er 1987 sein Amt aus beruflichen Gründen an Richard Timmermeester. 1993 übernahm dann Günter Engbers die Stabführung des Zuges, diese Amt bekleidete er bis zum 13.08.2000. Sein Nachfolger wurde Dirk Hüntemann, der den Zug auch heute noch führt.

Im Jahre 2002 konnte der Verein sein 50jähriges Bestehen feiern. Im Festzelt im Austeresch wurde drei Tage mit Freunden und Gönnern des Vereins gefeiert. Die Kaiserwürde beim Jubiläum errang Bernhard Vergers.

2006 war der Spielmannszug Lamberti zum zweiten Mal Ausrichter des Freundschaftstreffens der Mönsterländer. Nach einem Sternmarsch zum Austeresch und Begrüßung durch den Ochtruper Bürgermeister, Herrn Melis, wurde zünftig beim damaligen Vereinslokal "Zur Erholung" gefeiert.

Als der Stadtmusikverband Ochtrup gegründet wurde, war der Spielmannszug Lamberti als Gründungsmitglied mit dabei. Heute unterhält der Stadtmusikverband das Stadtmusikhaus in der Oster, in der auch der Spielmannszug Lamberti seine Proberäume hat. Zuvor wurde im Lamberti Krug bei Karl Passlick geprobt , später bei Familie Grönefeld, dann bei Happens Hof, Familie Köllmann, und dann viele Jahre im alten van-Delden-Gebäude. Heutiger Vereinswirt ist Hermann Bücker ("Gaststätte Bücker", Bültstraße 11).

Zuzeit besteht der Spielmannszug aus etwa 30 aktiven und 200 passiven Mitgliedern.

Wir danken allen, die den Verein bis heute finanziell, materiell oder in anderer Weise unterstützt haben. Unserer besonderer Dank gilt der Fa. van Delden, in deren Räumen wir viele Jahre proben durften, außerdem dem Schützenverein Lamberti-Mark für die Nutzung des Austeresch bei unseren Sommerfesten.