www.tageblatt-online.de, 11.04.2010
Ein Auftakt mit Gloria
Ochtrup - Sonntagmorgen, 10:55 Uhr in Langenhorst: Es herrscht sonntägliche Ruhe in dem Ortsteil rund um die alte Stiftskirche. Vereinzelt überqueren Menschen mit Brötchentüten die Straßen, in den Küchen wird der Kaffee aufgesetzt.
10:59 Uhr: Erste Sonnenstrahlen setzen der ländlichen Idylle die Krone auf. Hase und Igel hauen sich noch mal aufs Ohr.
11 Uhr: Es knallt. Zwei Sekunden Ruhe - dann knallt es erneut. Im Hintergrund sind rhythmische Trommelgeräusche zu vernehmen. Der Schützenfest erprobte Langenhorster braucht nicht lange zu überlegen: Das klingt nach Marschmusik. Hase und Igel wünschen sich einen guten Morgen.
Zur selben Zeit in der Vechtehalle: Zu „Preußens Gloria“ holen die Paukenschläger, Trommler und Beckenspieler der Ochtruper Spielmannszüge Nachtigallen, Lamberti samt deren „Oldies“, Weiner und des Kolpingpielmannszuges Horstmar aus ihren Instrumenten raus, was geht. Die Flöten sind ein nettes Beiwerk, doch den Ton gibt das Schlagzeug an. Vorneweg schwingt Nachtigallen-Tambourmajor Marc Thebelt zum flotten Takt den Tambourstab.
Zwei Minuten später wirkt das breite Lächeln in den über 80 Musiker-Gesichtern wie eingemeißelt. Das tat gut. Jetzt geht es wieder los! Nach der manch einem endlos erscheinenden Winterpause markiert das Frühschoppenkonzert, dessen Ausrichter in diesem Jahr der Spielmannszug Nachtigallen ist, den Start in die neue Saison. Freundschaftstreffen, Sommerfeste, Schützenfeste: Die aufgestaute Vorfreude entlädt sich binnen Sekunden.
Im Anschluss zeigen die Spielmannszüge abwechselnd, was sich bei ihnen im Winter in den Übungsräumen getan hat und worauf sich die Musikliebhaber in der Region freuen dürfen. Neben vielen bekannten Stücken werden auch Repertoire-Neuheiten zum Besten gegeben.
12 Uhr: War die Publikumsschar bisher doch recht überschaubar, trudeln nun nach und nach neugierige Besucher ein. „Das ist immer so“, weiß Michael Ruhkamp von den Nachtigallen. Nach einer kleinen Anlaufzeit werde der Saal ab Mittag für gewöhnlich voller.
Unter den Besuchern tummeln sich auch viele Langenhorster. „Warum zu Hause sitzen, wenn vor der Haustür so viel geboten wird?“, wird sich manch einer von ihnen gefragt haben. Ruhige Sonntage wird es noch genügend geben…
www.tageblatt-online.de, 11.01.2010
Die Mischung macht's
Ochtrup - Die Tore links und rechts der Bühne schwingen auf. Ein Windstoß fegt durch den Festsaal und wirbelt Schneeflocken und Musiker hinein. Schnell noch über beschlagene Brillen und nasse Notenständer gewischt, dann erheben sich die Instrumente und es erklingt die große Eröffnungsfanfare zum Neujahrskonzert des Stadtmusikverbandes.
Rund 600 Gäste haben sich auf Holzstühlen in der Halle des Materialdepots niedergelassen, um den musikalischen Abend zu genießen. Den gestalten die Ochtruper Spielmannszüge Lamberti, Weiner und Nachtigallen zusammen mit dem christlichen Posaunenchor, der Kapelle Gust und den Rockbands „Chronicle of the Crowd“ und „Strange“.
Zuvor jedoch eine kurze Begrüßung: Bürgermeister Kai Hutzenlaub lobt das Engagement der ehrenamtlichen Helfer. Deren unermüdlicher Einsatz sei ein Zeichen dafür, dass „die kulturelle Arbeit in Ochtrup einen hohen Stellenwert“ habe. „Ich freue mich auch, dass Sie sich nicht von Sturmtief Daisy haben abhalten lassen“, erklärt Hutzenlaub mit einem Schmunzeln und erntet selbiges vom Publikum. Das ist heute mit festem Schuhwerk und dicken Jacken angetreten, um dem Schneetreiben zu trotzen.
Der musikalische Teil des Abends besticht durch Abwechslung und Vielseitigkeit. Neben traditionellen Märschen bringen die Musiker Soul-Elemente mit ein, starten Zeitreisen in die Sechziger und Siebziger Jahre und wandeln auf den Spuren von Queen und John Miles.
Ganz in schwarz und wie die Blues Brothers treibt Günter Gust seine Kapelle für die „Seoul Time“ zu Höchstleistungen an. Begeisterte Pfiffe und Rufe erntet die „Lord of the Dance“-Interpretation des Spielmannszuges Nachtigallen. Und auch Bürgermeister Kai Hutzenlaub hat seinen Favoriten gefunden: „Die Amboss-Polka vom Spielmannszug Lamberti hat mir gut gefallen“, sagt er und fügt erklärend hinzu, er habe in seiner Jugend selbst mal in einem Blasorchester gespielt.
Dem Publikum gefällt, was es hört und sieht. Wippende Füße fallen in das Beatles-Medley des Posaunenchores ein, die „Tunes of Glory“ der Nachtigallen entführen die Zuhörer nach Großbritannien.
Zum großen Finale drängen alle Musiker noch einmal zu den Moderatoren Gottfried Tembrockhaus und Melanie Pleimann auf und vor die Bühne. Nur wenige Zentimeter vom Publikum entfernt erklingen nun die Töne des „Highland Cathedral“. Sie lassen ein völlig verzücktes Publikum zurück, das jubelnd Zugaben fordert.
„Der heutige Abend ist top gelaufen“, resümiert Mitorganisator und Vertreter der Verbundsparkasse, Hans-Peter Zanders zufrieden. Die Musiker hätten ein unglaublich breites Spektrum aufgezeigt. „Dass Ochtrup so vielfältig ist, hätte wohl niemand gedacht.“ Dem schließt sich Josef Niehoff, Geschäftsführer des Stadtmusikverbandes, an. „Schlicht, ergreifend, hervorragend“, beschreibt er den Konzertverlauf. Der Gastgeber des Konzerts, das Bundeswehr-Materialdepot, ist an diesem Abend durch den stellvertretenden Kommandant Major Oliver Attermeyer vertreten. Seine Einschätzung: „Fantastisch.“ Soldaten seien ja immer für Marschmusik zu haben. „Aber dieser tolle Mix aus Blas-, Soul- und Rockmusik war super“, so Attermeyer. Ob ein solches Konzert im Depot wiederholt werden sollte? „Wenn es nach mir geht, jederzeit.“
Tageblatt für den Kreis Steinfurt, 22.07.2009
Spielleute Lamberti gehen in die Pause
Interessenten gesucht
Ochtrup. Für die Aktiven des Spielmannszuges Lamberti beginnen nun auch die Ferien. Nachdem der Zug am vergangenen Sonntag die Schützen der Schützengesellschaft Brook-Spechtholtshook beim Jubelfest der Buterländer begleitet hat, machen die Spielleute nun ihre Sommerpause. Sie beenden damit eine Saison, die prall gefüllt mit Terminen war.
"Ein Highlight war sicher das Sommerfest des Spielmannszuges. Drei Tage wurde im Austeresch gefeiert", teilten die Musiker mit. Seit 1957 richtet der Verein alle zwei Jahre ein Vogelschießen aus, diesmal fiel die Königswürde an Norbert Thebelt, zur Königin wählte er Cornelia Mohr. Bei den Jugendlichen war Birger Weiss der Treffsicherste.
Die Sommerpause endet am 28. August (Freitag), dann steht der nächste Spieltermin auf dem Plan. Für den Rest der Saison hat der Zug noch einiges zu erledigen. Auf der nächsten Versammlung soll das neue Vereinslokal gewählt werden. Weiterhin ist für den aktiven Zug noch ein Intensivprobenwochenende geplant.
Im September geht es dann wieder mit den regelmäßigen Proben im Stadtmusikhaus los. Das ist auch die richtige Zeit für Interessenten, beim Spielmannszug Lamberti einzusteigen.
Wer Lust hat, Querflöte, Trommel oder Lyra zu erlernen, kann sich einfach unverbindlich bei Martin Zurkuhl unter 0171 2648592 melden.
www.tageblatt-online.de, 22.03.2009
Spielmannszüge stellen neue Musikstücke vor
Bei der Vorstellung neu einstudierter Musikstücke konnten die Spielmannszüge zeigen, was sie in den Wintermonaten neu erlernt hatten.
Ochtrup. "Wie oft wir das hier schon gemacht haben, kann ich gar nicht mal genau sagen. Dafür treffen wir uns schon zu lange." Die Rätselei ist groß, als Tambourmajor Dirk Hüntemann zusammen mit seinem Vorstandskollegen Martin Zurkuhl vom Spielmannszug Lamberti nach der genauen Anzahl sucht. Doch eines zeigt das Überlegen der beiden Musiker: Der musikalische Frühschoppen der Spielmannszüge aus Ochtrup und Horstmar hat Tradition. "Das müsste aber alles vor mehr als 15 Jahren angefangen sein", einigen sich die Rätselnden doch noch auf einen groben Zeitraum. Im Gegensatz zur entfallenen Jahreszahl, kennen aber alle Anwesenden noch den viel wichtigeren Sinn hinter diesem Treffen: Damals wollten die Musiker der Spielmannszüge "Nachtigallen", "Lamberti" und "Weiner Schützen" aus Ochtrup und des Kolping-Spielmannszuges aus Horstmar den anderen Zügen zeigen, welche Lieder man in den vergangenen Wintermonaten neu einstudiert hat.
Diese Tradition des Freundschaftstreffens hat sich gehalten und so kam es, dass am Sonntagmorgen im Saal der Gaststätte "Zur Erholung" nicht nur Altbekanntes, sondern auch neue Klänge zum Besten gegeben werden. In diesem Jahr lud der Spielmannszug Lamberti als ausrichtender Verein zu diesem Treffen ein. Diese Aufgabe wechselt jährlich, sodass im nächsten Jahr die "Nachtigallen" zum Frühschoppen einladen werden. Nicht nur Mitglieder der Züge waren am Sonntag erschienen. Es lauschten auch zahlreiche Gäste dem Start in die Saison, bevor es bald in die heiße Phase der Schützenfeste geht.
Tageblatt für den Kreis Steinfurt, 17.03.2009
Spielmannszüge starten in die neue Saison
Ochtrup. In die neue Saison starten die Spielmannszüge aus Ochtrup und Horstmar am Sonntag (22. März). Dann wollen sie beim musikalischen Frühschoppen in der Gaststätte „Zur Erholung“ den Frühling einläuten. Beginn ist um 10.30 Uhr.
Veranstalter des traditionsreichen Konzerts ist der Spielmannszug Lamberti. Aus Ochtrup haben die Spielmannszüge Weiner Schützen und Nachtigallen zugesagt, aus Horstmar wird der Kolpingspielmannszug erwartet, teilen die Organisatoren mit. Für die Musiker sei der Frühschoppen immer eine schöne Gelegenheit, die neuen Stücke die im Winter einstudiert wurden, zu präsentieren. Der Spielmannszug Lamberti wird an diesem Vormittag erstmals in veränderter Optik zu sehen sein, der Verein hat sich entschieden, die lange getragenen Schiffchen gegen Schirmmützen auszutauschen. Natürlich soll aber die Musik im Vordergrund stehen. Der Vorstand des SZ Lamberti lädt alle Ochtruper ein. Der Eintritt ist frei. „Christian Richter wird mit seinem Team dafür sorgen, dass am Sonntag die Küche daheim kalt bleiben kann. Die Musiker würden sich freuen, wenn der Frühschoppen von möglichst vielen Musikbegeisterten besucht wird“, heißt es in einer Ankündigung.
Tageblatt für den Kreis Steinfurt, 17.11.2008
Musiker wünschen sich Verstärkung
Ochtrup. Der Spielmannszug Lamberti zählt vier neue passive Mitglieder: Jörg Veldermann, Ralf Wessendorf, Günter Hoffstedde und Karl-Heinz Wessendorf wurden jetzt während der Herbstversammlung im Vereinslokal "Zur Erholung" in den Kreis der Spielleute aufgenommen und vom Vorsitzenden Martin Zurkuhl begrüßt.
Die Musiker werden künftig mit einer etwas anderen Uniform auftreten. Die Mitglieder folgten dem Vorschlag des Vorstandes und beschlossen, die lange getragenen Schiffchen durch Schirmmützen zu ersetzen, schreibt der Verein in einem Pressetext. Neben den Neuaufnahmen gab es auch Ehrungen. Tambourmajor Dirk Hüntemann überreichte Frederic Scheipers, Carsten Dinkhoff und Andrea Heinendirk für zehnjährige Mitgliedschaft sowie Matthias Dinkhoff für 20-jährige Vereinszugehörigkeit den Orden des Spielmannszuges. Änderungen wird es im nächsten Jahr beim Sommerfest geben. Gefeiert wird vom 10. bis 12. Juli (Freitag bis Sonntag). Den Auftakt bilden das Grünholen und Zeltschmücken mit anschließendem Vogelschießen am Freitagabend. Samstags wird es einen kleinen Frühschoppen mit dem Vogelschießen der Jugendlichen geben, am Samstagabend ist die Party für die neuen Majestäten geplant. Und am Sonntag klingt das Sommerfest im Austeresch aus, heißt es in dem Pressetext weiter. Die Verantwortlichen weisen darauf hin, dass nach einer langen Saison nun die Proben im Stadtmusikhaus wieder beginnen. Zurzeit fangen einige neue junge Flötisten im Verein mit den ersten Übungen an der Klappenflöte, die beim Spielmannszug seit 1972 im Einsatz ist, an. Wer Lust hat, einzusteigen, sollte sich unter 0171 2648592 melden. Darüber hinaus freut sich der Musikzug über Nachwuchs an der Lyra. Wer eine Konzertquerflöte in C spielt und diese mal etwas anders einsetzen möchte, ist beim Musikzug Lamberti ebenfalls willkommen. Der nächste Termin des Spielmannszuges: Am 7. Dezember (Sonntag) findet die Nikolausfeier im Vereinslokal statt. Beginn: 15 Uhr. Wertmarken für die Tüten werden in den nächsten Tagen von den Vorstandsmitgliedern verkauft.